Im Rahmen des TALC-Projektes wurde unter Leitung der Doktorandinnen Kristina-Maren Stelze und Maren Wallbaum die Datenerhebung für die Entwicklung des KI-basierten Diagnostikverfahrens TALC-DIRA abgeschlossen. Nach drei Datenerhebungszeiträumen im Herbst 2023, Frühjahr 2024 sowie Herbst 2024 konnte dieser Arbeitsschritt erfolgreich beendet werden.
Wir bedanken uns bei allen 24 beteiligten Schulen in Niedersachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Ohne das großartige Engagement wäre die Erhebung nicht möglich gewesen!
Das KI-basierte Diagnostikinstrument TALC-DIRA, das perspektivisch als App für Tablets bereitstehen wird, ermöglicht die Überprüfung der Lesefertigkeiten von Kindern im Laut- und Leiselesen. Das Tool nutzt verschiedene Datenquellen, um eine umfassende Diagnose leisten zu können. Die Anwendung ist darauf ausgerichtet, auch in mehrsprachigen Kontexten effektiv eingesetzt zu werden. Zusätzlich wird TALC-DIRA als Screening-Tool für Kinder mit Lesestörungen im Rahmen einer Lese-Rechtschreibstörung (LRS) verwendet werden können.
Basierend auf den Ergebnissen soll das Tool evaluiert und normiert werden.
Den aktuellen Projektstand finden Sie hier: www.leibnizlab-communication.uni-hannover.de/de/forschung/projekte/talc/projektbeschreibung-talc-dira
Das Projekt fokussiert die Entwicklung neuer Lehr- und Lernkonzepte, die Mehrsprachigkeit mit den Möglichkeiten moderner Technologien verknüpfen. Studierende der Bachelorstudiengänge „Fächerübergreifender Bachelor“ und „Technical Education“ erlernen in speziellen Seminaren, wie sie KI-gestützte Tools nutzen können, um die Verständigung und den Lernerfolg in multikulturellen Klassenzimmern zu fördern.
Die Seminare kombinieren theoretisches Wissen mit praktischen Anwendungen und Reflexion. Dabei erwerben die Teilnehmenden Grundlagenwissen zu Mehrsprachigkeit und KI, lernen KI-gestützte Sprachlernplattformen anzuwenden und entwickeln eigene Unterrichtsvorhaben. Besondere Schwerpunkte liegen auf ethischen und datenschutzrechtlichen Fragestellungen sowie auf der Förderung einer positiven Haltung gegenüber sprachlich-kultureller Vielfalt.
Durch diesen interdisziplinären Ansatz trägt das Projekt dazu bei, das Potenzial von Mehrsprachigkeit in Schulen besser zu nutzen und den Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu steigern.